Heimatverein Düngstrup e.V.

   

1970 - 1973 - Stürme und Feste
1970 - Es wurde im April beschlossen, dass sich der Heimatverein Düngstrup auch an der 700-Jahr-Feier der Stadt Wildeshausen beteiligt. Hierfür führte die Speelkoppel eine „Zigeunerszene“ auf.

1971 - Es kam zur Sprache, in Wildeshausen ein Heimatmuseum einzurichten.

Die Instandhaltung der beiden Schafkoben, des Ehrenmals in Düngstrup und der Kleinenkneter Steine bereitete dem Verein zunehmend Schwierigkeiten, weil die zunehmenden Besucher immer weniger Verständnis für die Erhaltung dieser Anlagen zeigten.

1972 - Am 13. November vernichtete ein orkanartiger Sturm große Waldflächen in unserem Bereich. Das war ein herber Rückschlag für die Natur und für unsere Wälder.

1973 - Es wurde angeregt, künftig die Generalversammlung und die Theater- und Tanzveranstaltung zu trennen, um sie an verschiedenen Abenden durchzuführen. So wurde vorgeschlagen, die Generalversammlung im Februar und die Theaterabende im März jeden Jahres abzuhalten.

1974 -1975: Schweirigkeiten mit Behörden und Schafen
1974 - Es musste festgestellt werden, dass beide Schafkoben mehr oder weniger reparaturbedürftig waren. Das verursachte erhebliche Kosten. Der Landkreis war bereit, sich an den Kosten zu beteiligen. Der gewünschte Zusatzbau beim Schafkoben am Pestruper Gräberfeld, ein Heuschober für die Heulagerung, wurde von den „übergeordneten Behörden“ abgelehnt. Dadurch wurde es immer schwieriger, eine Schafherde herbei zu schaffen. Für die Anschaffung der Schafe lag seitens des Heimatvereins Düngstrup ein namhafter Geldbetrag bereit. Mit der Stadt Wildeshausen und dem Landkreis Oldenburg fand eine ausführliche Diskussion über die künftige Schafhaltung auf dem Gräberfeld statt.

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 Der alte Schafkoben mit Georg Schwarting

Ein weiteres wichtiges Thema war die Notwendigkeit der Schafherde auf dem Pestruper Gräberfeld. Trotz großer Anstrengungen war es nicht gelungen, einen Schäfer für die dringend benötigte Schafherde zu bekommen.
Diskutiert wurde auf dem Schafkobenabend auch über den geplanten Wildeshauser See.

1975 - Die Generalversammlung im Februar legte fest, dass alle Veranstaltungen so weitergeführt werden sollten, wie bisher. Weiter wurde in Erwägung gezogen, eine besondere Wandergruppe zu gründen, um den Mitgliedern die Gelegenheit zu geben, die nähere Heimat besser kennen und lieben zu lernen.

Auf der anderen Seite musste aber auch festgestellt werden, dass die Aufführung von Theaterstücken große Schwierigkeiten machte. Der Speelbaas Edo Munke hatte zu dieser Zeit Mühe, die Theaterspieler beieinander zu halten. Trotzdem ernteten die Spieler reichen Beifall für die dargebotenen Theaterstücke auf dem Stiftungsfest, sodass noch mehrere Aufführungen folgten!

1976: Der Schafstall brennt nieder
Es war eine Überarbeitung und Anpassung der Satzung notwendig geworden. Hierbei wurde auch die Reihenfolge der Aufgaben des Heimatvereins Düngstrup festgelegt:

1. Pflege der Heimatsprache und des niederdeutschen Schrifttums; Gebrauch der Heimatsprache bei allen Vereinszusammenkünften.
2. Pflege des plattdeutschen Laienspiels.
3. Schutz und Pflege der heimatlichen Natur und Landschaft.
4. Erhaltung von Volkstum und Volksbräuchen.
5. Durchführung heimatlicher Veranstaltungen.
Die Generalversammlung am 25. Februar stimmte der Neufassung zu. Der Heimatverein Düngstrup sollte nun in das Vereinsregister eingetragen werden. Im September ist auch die Eintragung des Heimatverein Düngstrup unter Nr. 1377 in das Vereinsregister erfolgt. Der Heimatverein Düngstrup führt ab jetzt den Zusatz „e.V.“!

Der 10. April war ein äußerst schrecklicher Tag für den Heimatverein. An diesem Tag brannte der Schafkoben am Pestruper Gräberfeld ab.

Bei einer Besprechung am 29. September mit dem Vorstand des Bürger- und Verkehrsverein Wildeshausen konnte festgehalten werden, dass beide Vereine künftig enger zusammenarbeiten sollten. Ziel beider Vereine sollte sein, Fehlentwicklungen im Interesse der Bürger der Stadt und Landgemeinde rechtzeitig entgegen zu wirken und um dringend notwendige Entwicklungen unterstützen zu können.
Vor allem wurde daran gedacht:
1. Erkundung, Ausbau und Unterhaltung der Wanderwege;
2. Orientierung der Besucher der Stadt durch Herausgabe von Wanderkarten und Handzettel;
3. Unterstützung zur Erhaltung und Verschönerung alter schöner Häuser und Bauernhöfe;
4. Beide Vereine gingen davon aus, dass viele Bürger beiden Vereinen beitreten würden, damit gegenüber dem Stadtrat und der Verwaltung mit dem notwendigen Nachdruck aufgetreten werden könnte.

Am 15. Oktober wurde das Richtfest für den Schafkoben am Gräberfeld gefeiert.

1977 Goldene Ehrennadel für Gerhard Ahlers
Auf der Generalversammlung am 2. Februar wurde die Goldene Ehrennadel des Vereins für 20-jährige Vereinsarbeit an den Ersten Vorsitzenden Gerhard Ahlers Düngstrup verliehen.

Am 22. Oktober fand die Einweihung des im Lehmkuhlenwald neu eingerichteten „Waldlehrpfades“ statt.

1978: Einrichtung der Arbeitsgruppen
Auf der Generalversammlung im Januar wurde festgestellt, dass die meisten Mitglieder „passive Mitglieder“ waren. Der engere Kontakt zu diesen Mitgliedern sollte durch direkte Einladung zu den Veranstaltungen verstärkt werden. Es wurde auch angeregt, verschiedene Arbeitsgruppen zu bilden.

Gedacht hatte man dabei an die Gruppen:
1. Theaterspieler (Speelkoppel)
2. Wandergruppe
3. Pflege der plattdeutschen Sprache
4. Landschaftspflege, Umweltschutz, Dorfverschönerung
5. Pflege der Steindenkmäler
5. Altenbetreuung
Die Leiter dieser Arbeitsgruppen müssten auch dem Vorstand des Heimatvereins angehören.

Im August fand wiederum eine gemeinsame Vorstandsversammlung mit dem Bürger- und Verkehrsverein Wildeshausen statt. Gesprochen wurde über die Neugestaltung des Marktplatzes und über eine sinnvolle Erneuerung der Marktpumpe in Wildeshausen. Ein weiteres Thema waren Orientierungshilfen durch Hinweistafeln und Einzeichnungen der ausgebauten Wanderwege in die Übersichtsichtstafel. Auch die Schaffung eines „Heimatmuseums“ wurde ausführlich diskutiert. Insbesondere wurde dabei gedacht, hierbei die „aussterbenden Berufe“ einzubeziehen.

Zum Schafkoben am Pestruper Gräberfeld wurde ein Wasseranschluss gelegt. Dieser war für die Wasserversorgung der Schafherde dringend notwendig.

1979: Spiel, Spaß und Förderung für Kinder
In diesem Jahr wurde durch den Heimatverein Düngstrup der plattdeutsche Lesewettbewerb an den Wildeshauser Schulen unterstützt. Auszeichnungen bei diesem Wettbewerb erfolgten durch Ausgabe von Buchpreisen durch den Heimatverein.

Der Heimatverein nahm am Stadtfest in Wildeshausen teil. Für Kinder im Alter von 8 – 12 wurde ein Heimatfest durchgeführt.

Zum Stiftungsfest am 15. Dezember war die vereinseigene Speelkoppel nicht bereit, ein Theaterstück aufzuführen. Es musste eine Spielbühne aus Ganderkesee eingesetzt werden, die für ihren Dreiakter großen Beifall erntete.

   
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